7 Jahre/7 Schulen – Forschendes Lernen
Mit Beginn des kommenden Schuljahres 2026/27 bietet das Landesinstitut sieben Hamburger Grundschulen in Kooperation mit der Gabriele Fink Stiftung das Programm „7 Jahre/7 Schulen – Forschendes Lernen als Ansatz der Schulentwicklung“ an.
Beim „Forschenden Lernen“ (nach Calvert/Jakobi) geht es um die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen in Verbindung mit dem fachlichen bzw. fächerübergreifenden und fächerverbindenden Lernen in einer kognitiv aktivierenden Lernumgebung. Jede Hamburger Schule hält unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung der überfachlichen Kompetenzen bereit. Das Programm „7 Jahre/7 Schulen – Forschendes Lernen“ folgt einem Ansatz, der die bereits etablierten Maßnahmen an einer Schule aufgreift und zur Weiterentwicklung und Verbindung bestehender Konzepte und Maßnahmen beiträgt.
Das „Forschende Lernen“ wird in vielen Hamburger Schulen bereits erfolgreich umgesetzt und unterstützt die im Hamburger Bildungsplan hervorgehobenen Lehr- und Lernprinzipien und empfohlenen Lernarrangements, unter anderem:
Kognitive Aktivierung
- Anknüpfen an die Erfahrungen und das Verständnisniveau der Schüler:innen
- Verstehensorientierung und Förderung des schlussfolgernden Denkens
- Förderung sozialer Interaktion und dialogischer Auseinandersetzung
- Anregung zum experimentierenden und entdeckenden Lernen
- Handlungs- und produktorientiertes Arbeiten
- Offenheit für unterschiedliche Lösungen und Lösungswege
- Förderung von Kreativität, Selbstständigkeit und eigenständigem Denken
Konstruktive Unterstützung
- Methodisch-didaktische Unterstützung im Lernprozess
- Emotionale und motivationale Begleitung
- Eine positive Fehlerkultur und wirksames, konstruktives Feedback
- … und vieles mehr
Ziele des Programms „7 Jahre/7 Schulen – Forschendes Lernen“
7 Hamburger Grundschulen (oder ReBBZ mit Grundschulabteilung oder Spezielle Sonderschulen) ab KESS 3 werden 7 Jahre lang bei der Integration des „Forschenden Lernens“ in ihr schulinternes Curriculum und ihren Unterricht unterstützt und begleitet, so dass das „Forschende Lernen“ in allen Jahrgangsstufen ab VSK durchgeführt werden kann. Das Programm zielt darauf ab, pro Schule ein Schulteam (mindestens Schulleitung bzw. Schulleitungsmitglied sowie eine verantwortliche Programmkoordination) sowie pro Jahrgangsstufe möglichst viele Lehrkräfte (mindestens 2 Lehrkräfte pro Jahrgangsstufe) zum Forschenden Lernen fortzubilden.
Fortbildung, Unterstützung und Begleitung
Die Fortbildung für die Lehrkräfte besteht aus 2 Modulreihen, die während der Programmlaufzeit insgesamt je dreimal angeboten werden:
Modulreihe 1 (Grundqualifizierung: insgesamt 18 Fortbildungsstunden, verteilt auf Module 1–7): wird für 3 Kohorten/Jahrgangsteams angeboten in SJ 26/27, SJ 27/28 und SJ 28/29
Modulreihe 2 (optionale Aufbauqualifzierung zum/zur schulinternen Multiplikator:in: insgesamt 8 Fortbildungsstunden, verteilt auf Module 8–10): wird für 3 Kohorten/Jahrgangsteams angeboten in SJ 27/28, SJ 28/29 und SJ 29/30
Eine teilnehmende Lehrkraft absolviert demnach 18 bzw. 26 Fortbildungsstunden verteilt auf zwei Schuljahre (entsprechend 9 bzw. 13 Fortbildungsstunden pro Schuljahr). Hinzu kommen pro Lehrkraft ca. 8 Stunden im Schuljahr für kollegiale Hospitationen und Austausch, sowie für Beratungsgespräche mit dem Expert:innenteam (Landesinstitut plus Gabriele Fink Stiftung) und ca. 8 Stunden im Schuljahr für Netzwerkveranstaltungen.
Schulleitungen und Programmkoordination nehmen pro Schuljahr an einem Workshop „Forschendes Lernen als Ansatz der Schulentwicklung“ teil. Je nach Bedarf erhalten Schulleitung bzw. Schulleitungsteam und Programmkoordination weitere Unterstützungsangebote (z.B. Beratung, Workshops).
Phase 1: Vorbereitung
- Am Donnerstag, 19. Februar 2026 gab es einen Informationsworkshop für alle Interessierte in der wunderkammer des Altonaer Museums.
- Bis zum 26. Februar 2026 konnten die Interessenbekundungen eingereicht werden.
- Ab Mitte März 2026 werden die teilnehmenden Schulen und Informationen zu weiteren Schritten bekannt gegeben.
Melden Sie sich bei Fragen gerne per E‑Mail bei der Programmleitung:
